Phishing erkennen und verhindern: Leitfaden für Unternehmen

Phishing
erkennen und verhindern: Leitfaden für Unternehmen zum Phishing
Schutz

Phishing-Angriffe sind heute die häufigste Ursache für Datenpannen in
Unternehmen — und die Angreifer werden immer raffinierter.

Was bedeutet das konkret?

Kriminelle versenden täuschend echte E-Mails, die Mitarbeitende dazu
bringen, Zugangsdaten preiszugeben, Schadsoftware zu installieren oder
Überweisungen auszulösen. Beim sogenannten Spear
Phishing
werden diese Nachrichten gezielt auf einzelne Personen
oder Abteilungen zugeschnitten — mit Namen, Unternehmenslogos und
glaubwürdigen Absenderadressen. Laut BSI waren im Jahr 2023 rund 84
Prozent aller erfolgreichen Cyberangriffe auf Social
Engineering
zurückzuführen, bei dem menschliche Schwächen
gezielt ausgenutzt werden.

Für Unternehmen bedeutet das: Technische Schutzmaßnahmen allein
reichen nicht. Wer Phishing wirkungsvoll abwehren will, braucht eine
Kombination aus IT-Sicherheit und geschulten Mitarbeitenden.


Phishing Schutz
für Unternehmen: Die Checkliste

Effektiver Phishing-Schutz umfasst mehrere Ebenen. Wir empfehlen
folgende Maßnahmen:

Technische Schutzmaßnahmen

  • E-Mail-Filterung aktivieren: Spam- und
    Phishing-Filter auf dem Mail-Server konfigurieren und regelmäßig
    aktualisieren.
  • SPF, DKIM und DMARC einrichten: Diese drei
    E-Mail-Authentifizierungsstandards verhindern, dass Angreifer Ihre
    Domain als Absender missbrauchen.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einführen:
    Selbst wenn Zugangsdaten gestohlen werden, bleibt der Account ohne
    zweiten Faktor gesperrt.
  • Endpunkt-Schutz aktuell halten: Antivirensoftware
    und Endpoint-Detection-Lösungen erkennen bekannte Schadsoftware, bevor
    sie Schaden anrichtet.
  • Browser-Schutz und DNS-Filterung: Viele
    Phishing-Seiten lassen sich bereits auf DNS-Ebene blockieren, bevor
    Mitarbeitende sie überhaupt aufrufen können.
  • Software-Updates konsequent einspielen: Ungepatchte
    Systeme sind ein leichtes Ziel. Automatische Updates reduzieren das
    Angriffsfenster.

Organisatorische Maßnahmen

  • Klare Meldeprozesse etablieren: Mitarbeitende
    müssen wissen, an wen sie verdächtige E-Mails weiterleiten — ohne Angst
    vor Konsequenzen.
  • Vier-Augen-Prinzip bei Zahlungen:
    Überweisungsaufträge und Kontodatenänderungen grundsätzlich durch eine
    zweite Person bestätigen lassen.
  • Zugriffsrechte minimieren: Wer nur auf die Daten
    zugreift, die er wirklich braucht, begrenzt den Schaden im
    Ernstfall.
  • Notfallplan bereithalten: Was passiert, wenn ein
    Phishing-Angriff erfolgreich war? Zuständigkeiten, Meldepflichten und
    erste Schritte sollten dokumentiert sein.

Mitarbeiterschulung als
Schlüssel

Technische Maßnahmen schützen — aber Menschen sind und bleiben die
wichtigste Verteidigungslinie. Regelmäßige
Mitarbeiterschulungen zu Phishing und Social
Engineering sind deshalb kein Nice-to-have, sondern eine Pflichtaufgabe
im Rahmen der IT-Sicherheit.

Effektive Schulungen vermitteln:

  • Erkennungsmerkmale verdächtiger E-Mails
    (Absenderadresse, Links, Anhänge, Dringlichkeit)
  • Verhaltensregeln im Umgang mit unbekannten
    Absendern
  • Simulierte Phishing-Angriffe als praxisnahe Übung —
    Studien zeigen, dass diese die Erkennungsrate um bis zu 70 Prozent
    steigern können
  • Wissen über aktuelle Angriffsmuster, z. B.
    Rechnungsbetrug (CEO-Fraud) oder gefälschte Paketbenachrichtigungen

Wir empfehlen, Schulungen mindestens einmal jährlich durchzuführen —
bei erhöhtem Risiko oder nach einem Sicherheitsvorfall auch
häufiger.


So
erkennen Mitarbeitende Phishing-Mails: Schnell-Check

Merkmal Warnsignal
Absenderadresse Weicht von der echten Domain ab (z. B.
support@paypa1.com)
Anrede Unpersönlich oder fehlerhaft
Sprache Grammatikfehler, ungewöhnliche Formulierungen
Links URL stimmt nicht mit dem angezeigten Text überein
Anhänge Unerwartete Dateien, insbesondere .exe,
.zip oder Office-Dateien mit Makros
Ton Hohe Dringlichkeit, Drohungen, ungewöhnliche Forderungen

Im Zweifel gilt: Nicht klicken. Nicht öffnen.
Melden.


Rechtliche
Dimension: Datenschutz und Meldepflichten

Ein erfolgreicher Phishing-Angriff ist in vielen Fällen auch eine
meldepflichtige Datenpanne nach DSGVO. Unternehmen
müssen eine Datenschutzverletzung innerhalb von 72 Stunden der
zuständigen Aufsichtsbehörde melden, sofern personenbezogene Daten
betroffen sind. Wer keinen eigenen Datenschutzbeauftragten hat, sollte
diesen Prozess vorab mit externen Experten klären — nicht erst im
Ernstfall.


Fazit:
Phishing Schutz für Unternehmen ist keine einmalige Maßnahme

Phishing entwickelt sich ständig weiter. Wer einmal technische
Schutzmaßnahmen eingerichtet hat, ist damit nicht dauerhaft abgesichert.
Effektiver Schutz entsteht durch das Zusammenspiel von Technik,
Organisation und regelmäßig geschulten Mitarbeitenden.


Wir unterstützen Sie

Die e|s|b data gmbh berät Unternehmen seit über 25 Jahren zu
IT-Sicherheit und Datenschutz — mit einem Team aus Juristen, IT-Experten
und zertifizierten Datenschutzbeauftragten. Wir helfen Ihnen dabei,
technische Schutzmaßnahmen zu bewerten, rechtliche Meldepflichten zu
klären und Ihre Mitarbeitenden gezielt zu schulen.

Sprechen Sie uns an — ob für eine einmalige
Beratung, ein regelmäßiges Security-Training oder die Übernahme Ihres
externen Datenschutzmandats.

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aufnehmen

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Wilhelm Flintrop

Betriebswirt grad.

Freier Mitarbeiter der esb data gmbh

Kontakt
Wilhelm.flintrop@esb-data.de
02248/9174922

Kernkompetenzen

  • Dokumenten-Management
  • Finanzrelevante Unternehmensprozesse
  • Compliance
  • Datenschutz
  • Verfahrensdokumentationen
  • Migrationsdokumentationen

Seit 2020 Vorstandsmitglied im VOI-Verband

Seit 2022 zertifizierter Auditor des VOI CERT-Komitees bezogen auf finanzrelevante IT-Anwendungen und IT-Software

Bernd Länge

Zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Experte für IT-Sicherheit

Kontakt
Bernd.laenge@axsos.de
0711/9011960

Sprachen
Deutsch, Englisch

Frank Müller

CEO der Axsos AG
(Gesellschafter der esb data gmbh)

Kontakt
Frank.mueller@axsos.de
0711/9011960

Sprachen
Deutsch, Englisch

Simone Seidel

Zertifizierte Datenschutzbeauftragte

Geschäftsführerin und Gesellschafterin der esb data gmbh

Kontakt
Simone.seidel@esb-data.de
0711/46905830

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch

Horst Speichert

Rechtsanwalt, spezialisiert auf IT-Recht, Datenschutz

Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart

Gesellschafter und Geschäftsführer der esb data gmbh

Senior Partner bei esb Rechtsanwälte Emmert Bücking Speichert Matuszak-Lesny Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Kontakt
Horst.speichert@esb-data.de
0711/4690580

Schwerpunkte

  • Informationssicherheit, Datenschutz
  • IT-Compliance, Risikomanagement
  • IT-Verträge, Betriebsvereinbarungen
  • Datenschutzkoordinationen (Beratung/ Unterstützung des/ der Datenschutzbeauftragten)
  • Outsourcing, Auftrags-DV, internationale Verträge
  • Urheberrecht, Marken- und Domainrecht
  • EDV- und Softwarerecht
  • Internet-Recht, E-Commerce
  • Wirtschaftsrecht, E-Government, Medienrecht
  • IT-Projekte und Gutachten

Persönliche Daten

  • seit 1996: Zulassung als Rechtsanwalt bei den Landgerichten
  • 1997-1999: Rechtsanwaltstätigkeit in Tübingen
  • seit 1999: Rechtsanwalt und Partner bei esb in Stuttgart
  • seit 2002: Zulassung als Rechtsanwalt bei den Oberlandesgerichten
  • seit 2004: Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart für Informationsrecht und internationales Vertragsrecht

Veröffentlichungen:

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch

Dr. Jens Bücking

Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht
VOI Certified Expert „Risk Management and Compliance“

Gesellschafter der esb data gmbh

Senior Partner bei esb Rechtsanwälte Emmert Bücking Speichert Matuszak-Lesny Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Kontakt
Jens.buecking@esb-data.de
0711/4690580

Schwerpunkte

  • Recht der Informationstechnologien und neuen Medien
  • Recht am geistigen Eigentum (Marken, Domains, Urheberrechte etc.)
  • IT-Compliance / IT-Risk-Management
  • Beratung / Gestaltung in Datenschutz und Datensicherheit, technisch-organisatorische Umsetzung von Datensicherheitskonzepten (national/international)
  • Datenschutzkoordinationen (Beratung/ Unterstützung des/ der Datenschutzbeauftragten)
  • Outsourcing-Projektbegleitung
  • E-Commerce-Projektbegleitung
  • Arbeitsrecht
  • Management- / Mitarbeiter-Schulungen und Coaching

Veröffentlichungen:

  • Domainrecht, Bücking / Angster, Kohlhammer Verlag, 2010
  • Namens- und Kennzeichenrecht im Internet, Bücking, Kohlhammer Verlag, 1999
  • Die wettbewerbs- und kartellrechtlichen Aspekte der Vergabe von Internetadressen, Bücking, Medien Verlag Köhler, 2002
  • Der IT-Sicherheitsexperte: Rechtliche und Technische Aspekte der Internetnutzung, Heindl / Emmert / Bücking, Addison-Wesley Verlag, 2001

Sprachen
Deutsch, Englisch, Spanisch

Ulrich Emmert

Rechtsanwalt
Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen
Gesellschafter und Geschäftsführer der esb data gmbh
Senior Partner bei esb Rechtsanwälte Emmert Bücking Speichert Matuszak-Lesny Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Kontakt
Ulrich.emmert@esb-data.de
0711/4690580

Schwerpunkte

  • IT-Sicherheit und Datenschutz, technisch-organisatorische Umsetzung von Datensicherheitskonzepten (national/ international)
  • Gestaltung von Lizenzverträgen, Wartungsverträgen, Service Level Agreements etc.
  • IT-Compliance/ IT-Risk-Management
  • Kapitalgesellschaftsrecht/ Gründung und Beratung von AG, GmbH, UG und Limited
  • Datenschutzkoordinationen (Beratung/ Unterstützung des/ der Datenschutzbeauftragten)
  • Übernahme von Aufsichtsratsmandaten
  • Existenzgründungsberatung
  • Erstellung von Businessplänen
  • Management-/ Mitarbeiter-Schulungen und Coaching

Weitere Tätigkeiten:

  • Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen
  • Stv. Vorstandsvorsitzender des Verbands Organisations und Informationssysteme e.V. (VOI)
  • Beiratsmitglied der VOI Service GmbH
  • Vorstand der Reviscan AG, Stuttgart
  • Geschäftsführer der Reviscan Service UG (haftungsbeschränkt)
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Intra2Net AG, Tübingen
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Justt AG i. Gr.
  • Datenschutzkoordinator:
    • Architektenkammer Baden-Württemberg
    • Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
    • Kombiverkehr GmbH & Co KG, Frankfurt
    • Zeitungsverlag GmbH & Co Waiblingen KG
    • Druckhaus Waiblingen GmbH
    • all4net GmbH
    • STEG GmbH
    • DM Dokumentenmanagement GmbH

Lebenslauf

  • 15.12.1968 geboren in Tübingen
  • 1988-1993 Jurastudium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • 1992 Gründung der EDV-Systemberatung Emmert
  • 1993-1995 Referendariat
  • Seit 1994 Programmierung der Anwaltssoftware „WANDA“
  • 1996 Gründung der Kanzlei esb Rechtsanwälte, Reservierung der Domain www.kanzlei.de
  • Seit 1999 Gründung zahlreicher Aktiengesellschaften, Vorträge, Seminare und Beratung im Bereich Revisionssichere Archivierung
  • 2000-2002 Aufsichtsrat bei der Heindl Internet AG
  • 2001 Aufsichtsratsvorsitzender bei der Intra2net AG
  • 2003 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
  • 2005 Mitherausgeber der Zeitschrift IT-Sicherheit und Datenschutz
  • 2010-2014 Aufsichtsrat der Iventico AG
  • 2011-2012 Aufsichtsratsvorsitzender der NOS AG
  • 2011 Vorstand des VOI -Verband Organisations- und Informationssysteme e.V.
  • 2012 Gründung der Reviscan Service UG
  • 2012 Wahl zum Vorstand der Reviscan AG
  • 2013 Stv. Vorstandsvorsitzender des VOI e.V.
  • 2013 Wahl zum Beiratsmitglied der VOI Service GmbH
  • 2015 Mitglied des Zertifizierungsausschusses der VOI Service GmbH
  • 2021 Aufsichtsratsvorsitzender der Justt AG

Veröffentlichungen

Sprachen
Deutsch, Englisch